Neuere Geschichte Westeuropas - Geschichte der Revolutionen - Europa der Dynastien - Religionsgeschichte - Geschichte der Emotionen - Vergleich und Transfer - Theorie, Methode und Geschichte der Geschichtswissenschaften
Daniel Schönpflug ist Stellvertretender Direktor des Centre Marc Bloch. Nach einem Studium in Berlin und Montpellier arbeitete er als Wissenschaftlicher Assistent am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin. 1999 wurde er mit einer Arbeit zur Geschichte des Jakobinismus in der Französischen Revolution promoviert. Seine 2009 abgeschlossene Habilitationsschrift widmet sich den politischen, sozialen und kulturellen Dimensionen europäischer Fürstenhochzeiten. Daniel Schönpflug hat darüber hinaus zu Vergleich und Transfer, zur Kulturgeschichte der Politik, zu Religion sowie zur Gefühlsgeschichte gearbeitet. Am Centre Marc Bloch leitet er, gemeinsam mit Denis Laborde und Karsten Lichau die Arbeitsgruppe "Europa als politischer Kommunikationsraum: Medien, Öffentlichkeiten, Gefühle". Seine Forschungs- und Lehrtätigkeit führte ihn nach Frankreich, England und in die USA, wo er 2004/05 am Center for European Studies der Harvard University forschte. Im Jahr 2010 wurde Daniel Schönpflug der Gay-Lussac-Humboldt-Preis des französischen Forschungsministeriums verliehen.
Forschungsprojekt:
Verbundkoordinator des deutsch-französischen Forschungsnetzwerkes "Saisir l´Europe - Europa als politischer Kommunikationsraum"; Mitglied des Teilprojekts "Urbane Gewalträume"
Publikationsprojekte:
Monographie "Die Heiraten der Hohenzollern. Verwandtschaft, Politik und Ritual im europäischen Kontext 1648-1918", erscheint bei Vandenhoeck 2012.
Tagungsband mit Oliver Janz "Gender History in a Transnational Perspective", erscheint bei Berghahn 2012.
<p>Mit einem Beitrag von Kolja Lindner.</p> <br />
<p>The revolutions of 1789 and 1917 were defining moments for religious history in France, Russia, and even in Europe as a whole. Drawing on the self-portrayals of some of the most radical actors, historians have presented revolutionaries as enemies of the church, and men of the church either as counter-revolutionaries or as victims of revolution. Revolution and religion have appeared as antagonistic forces, representing the struggle of modernity against tradition. Only recently have these conventional patterns of interpretation been questioned. Historians explore the religious origins of revolutions, look at clergymen and churches as revolutionary actors and analyze how revolutionary movements appropriate religious patterns of thought and behaviour. In the French and in the Russian context, revolutions are seen as moments in which the sacred was redefined.</p>