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Die Hegemoniekämpfe in Frankreich. Laizismus, politische Repräsentation und Sarkozysmus

March 01, 2017

Kolja Lindner

Edition: Argument Verlag
ISBN: 978-3-86754-321-7

Wie wird politische Herrschaft in Zeiten weitreichender gesellschaftlicher Krisen durchzusetzen versucht?

Kolja Lindner geht dieser Frage am Beispiel der bürgerlichen Rechten in Frankreich zu Beginn des 21. Jahrhunderts nach. Im Zentrum stehen dabei die Auseinandersetzungen um zwei Prinzipien des französischen Republikanismus: Laizismus und politische Repräsentation. Die massiven Folgen der beobachteten Hegemoniekämpfe – sei es die Zunahme von Rassismus oder die Orientierungslosigkeit der Linken – werden die französische Politik noch lange Zeit prägen.

 

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Kapitel: Die politische Theorie der Hegemonie

2. Kapitel: Der französische Laizismus

3. Kapitel: Politische Repräsentation in Frankreich

4. Kapitel: Die hegemonialen Ambitionen

5. Kapitel: Der kurze Sommer der Hegemonie

6. Kapitel: Der Niedergang

Schluss

 



Europa vertikal - Zur Ost-West-Gliederung im 19. und 20. Jahrhundert

December 15, 2016

Catherine Gousseff , Rita Aldenhoff-Hübinger, Thomas Serrier

Edition: Wallstein Verlag
Collection: Phantomgrenzen im östlichen Europa (hg. von Béatrice von Hirschhausen, Hannes Grandits, Claudia Kraft, Dietmar Müller und Thomas Serrier); Bd. 5
ISBN: 978-3-8353-1954-7

Über Logiken und Kontexte des Rückgriffs auf reale oder vermeintliche europäische Scheidelinien mit Nord-Süd-Verlauf.

Sowohl der Ribbentrop-Molotow-Pakt mit seinem berüchtigten vertikalen Federstrich quer über die Karte Europas als auch die Beschlüsse der Jalta-Konferenz spalteten den Kontinent nach der »Senkrechten«. Auch zwanzig Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs bleiben die West-Ost-Orientierung des europäischen Kontinents und die sie visualisierenden vertikalen Scheidelinien ein Wesensmerkmal der »Grenzen und Gliederung Europas« (Oskar Halecki). Es sind insbesondere die Flüsse mit ihrem partiellen, aber oft eben auch nur vermeintlichen Süd-Nord-Lauf, die auf der gesamteuropäischen mental map eine bemerkenswerte Rolle spielen.
Aus dem Inhalt:
Benjamin Schenk: Lemberg und Wolff revisited. Zur Entstehung und Struktur des Konzepts »Osteuropa« seit dem späten 18. Jahrhundert
Beata Halicka: Flüsse als »natürliche Grenzen« - das Erbe des europäischen Nationalismus am Beispiel Rhein, Oder und Weichsel
Catherine Gousseff: Vom Krieg erzwungen oder historisch gewachsen? Die Bug-San-Linie als vertikale Scheidelinie im östlichen Europa
Jarosław Janczak: Politische Verwerfungslinien als Phantomgrenzen in der Europäischen Union. Eine Neubetrachtung des Ost-West-Gegensatzes



Le Moyen-Orient (fin XIXe-XXe siècle)

November 10, 2016

Leyla Dakhli

Edition: seuil
Collection: sciences humaines
ISBN: EAN 9782757861981

L’histoire contemporaine du Moyen-Orient, loin de se résumer à des affrontements géopolitiques et des découpages territoriaux, s’écrit à partir du dernier tiers du xixe siècle au fil des réformes, des inventions et des révolutions.

À travers les contributions de douze auteurs proposant, à partir de leurs spécialités, des forages à l’intérieur des sociétés du Moyen-Orient entre la fin du xixe siècle et les années 1980, nous faisons le pari d’écrire une synthèse qui ne soit pas une somme. Les femmes, les migrations, les minorités, les citadinités, la modernisation ou encore l’âge des révolutions : autant d’objets d’histoire sociale dans leur forme la plus ouverte, d’emblée politique, en ce qu’ils interrogent ce qui est affecté par le politique et ce qui, dans le monde social, affecte le politique. Autant de questions pour aujourd’hui.

Espérons que ces voix multiples fassent apparaître un Moyen-Orient à la fois plus complexe et plus normal qu’il n’y paraît, où ni la guerre ni la dictature ne sont une fatalité.

Leyla Dakhli

Chercheuse au CNRS, elle s’intéresse à l’histoire intellectuelle et sociale du monde arabe contemporain. Elle a récemment publié Histoire du Proche-Orient contemporain (La Découverte, 2015).

Avec les contributions de : Emma Aubin-Boltanski, Philippe Bournaud, Elena Chiti, Angelos Dalachanis, Leyla Dakhli, Edhem Eldem, Azadeh Kian, Vincent Lemire, Noémie Lévy-Asku, Philippe Pétriat, Matthieu Rey, Mehdi Sakatni, Emmanuel Szurek.



Geregelte Verhältnisse

November 07, 2016

Sabine Rudischhauser

Edition: Böhlau Verlag
Collection: Industrielle Welt. Schriftenreihe des Arbeitskreises für moderne Sozialgeschichte
ISBN: 978-3-412-50536-3

Geregelte Verhältnisse im Gewerbe zu schaffen, war das Ziel von Arbeitern und Arbeitgebern, die in kollektiven Verhandlungen Arbeitsbedingungen festlegten. Was wussten Sozialreformer und Juristen von der Tarifpraxis und wie wollten sie diese für sie neue Praxis in die geltende Rechtsordnung einfügen? Wieweit konnten die selbst an Tarifverträgen Beteiligten auf die Konstruktion des Tarifrechts Einfluss nehmen? Anschaulich stellt die Autorin dar, wie Tarifverträge ausgehandelt und durchgesetzt, statistisch erfasst und wissenschaftlich bearbeitet, weiterentwickelt und institutionalisiert wurden. Der vergleichende Ansatz stellt die etablierten, nationalen Erzählungen in Frage und führt zu neuen Erklärungen für die Entwicklung des Tarifrechts in den beiden Ländern.



Aus dem letzten Zimmer. Eine Ästhetik des Abschieds

November 01, 2016

Franck Hofmann

Edition: Kulturverlag Kadmos
ISBN: 978-3-86599-295-6

Bildkünstlerisch begleitet von Werner Gasser

Die persönliche Erfahrung einer Sterbebegleitung stand am Anfang: Wie können wir, Vaganten metaphysischer Obdachlosigkeit, unserer Endlichkeit begegnen? Und mehr noch: Was heißt es, den Tod nicht als etwas zu denken, das gegeben ist, sondern als etwas, das im menschlichen Horizont geschaffen werden muss: Dass es gilt, sterblich zu werden? Von der kulturtheoretischen These ausgehend, dass der Tod eines der letzten Tabus säkularer Gesellschaften und die ›ars moriendi‹ ein zentrales Defizit der Moderne ist, stellt das Buch die Frage: Welche Formen könnte eine gegenwärtige Sterbekunst annehmen? In dieser gewinnen die Literatur und  die Künste eine besondere Bedeutung; ermöglichen sie doch die Entfaltung einer symbolischen Kultur, die bis an die Grenze reicht, an der das Leben abbricht. In der Stille, die dort herrscht, gewinnt das Erzählen an Gewicht. Es wird Teil der Anstrengung, von der dieses Buch berichtet: die hoffnungslose Endgültigkeit des Verlusts zu begreifen und ihr im Leben gerecht zu werden. 



Intérieurs parisiens - Du Moyen-Âge à nos jours

October 20, 2016

Morgane Walter , Charlotte Duvette, Hadrien Volle

Edition: PARIGRAMME / CPL

Que révèlent les représentations d’une chambre royale de la Renaissance, d’un salon du siècle des Lumières, d’un cabinet de travail sous le Second Empire, d’un boudoir Art déco, d’un atelier d’artiste à Montparnasse ou d’une colocation d’aujourd’hui ? Tableaux et photographies témoignent de l’évolution de la distribution, de la manière d’habiter et du décor des demeures parisiennes à travers les siècles. Mais cette histoire des intérieurs est aussi celle des frontières mouvantes de l’intimité, entre les pièces de réception et celles relevant de la sphère privée, et des partitions rythmant le ballet de mondes séparés, parents et enfants, maîtres et domestiques, hommes et femmes. Derrière chaque porte commence un voyage sensible…



Gebeugter Geist - Rassismus und Erkenntnis in der modernen europäischen Philologie

September 29, 2016

Markus Messling

Edition: Wallstein
Collection: Philologien. Theorie - Praxis - Geschichte
ISBN: 978-3-8353-1931-8

Eine systematische Studie über die Reflexion von Geist und Sprache, Poetik und Textkultur, Abstammung und »Rasse« in der europäischen Philologie.

Die moderne Philologie war lange eine »Leitwissenschaft«, die gesellschaftlich relevante Aussagen über den Menschen traf. Früher als naturgeschichtliche Ansätze konnte sie den menschlichen »Geist« aus den Sprachen, Zeichensystemen und Textarchiven der Welt aufschlüsseln. Als Europa zur Weltmacht aufstieg, lag der erkenntnistheoretische Beitrag der Philologie zur Rassenanthropologie in der Vermengung von Sprach- und Schriftstrukturen, Formprinzipien und Gattungsfragen mit vermeintlichen kognitiven Potentialen von Sprechern und Schreibern. Zugleich haben Philologen so gewonnene Annahmen einer Kritik unterzogen, die sie aus der philologischen Hermeneutik und Methodik selbst entfalteten. Anhand philologischer Konzeptionen von Denkern wie Friedrich Schlegel, G. W. F. Hegel, Michele Amari, Jean-Pierre Abel-Rémusat oder Ernest Renan arbeitet die Studie die Reflexion dieser umkämpften Wissensbestände systematisch auf. Hieraus lassen sich Anhaltspunkte für eine zukunftsfähige Philologie gewinnen, die sich heute mit naturalistischen Diskursen über den Menschen ebenso auseinandersetzen muss wie mit dem Erbe des europäischen Universalismus und der politischen Überhöhung kultureller Differenz.



Pourquoi ce poète ? Le Celan des philosophes

September 15, 2016

Edition: Seuil
Collection: L'Ordre Philosophique
ISBN: 978.2.02.131904.0

Poète juif né en Roumanie, Paul Celan choisit d’écrire en allemand pour porter la contradiction jusque dans la langue et remettre en question une culture jugée complice de l’extermination. Peu de poètes ont fait l’objet de tant de commentaires dans la philosophie du xxe siècle, de Gadamer à Derrida et Alain Badiou. Mais ces appropriations n’ont pas été sans malentendu. Paradoxalement, l’inspiration intellectuelle légitimant l’intérêt des philosophes pour les poètes, et singulièrement pour ce poète, a souvent été puisée dans la pensée de Heidegger : Celan apparaît comme un auteur dont l’obscurité témoignerait de la profondeur de l’engagement poétique, seul susceptible de résister à l’emprise de la rationalité calculatrice.

L’incompatibilité historique et politique du penseur et du poète fut alors souvent ignorée ou minorée, au profit de la construction d’une synthèse poético-philosophique dont l’ambiguïté est riche d’enseignements sur ce moment de la pensée. En proposant une analyse critique des modalités de cette rencontre, ce livre pose à nouveaux frais la question des rapports entre philosophie et poésie et ouvre la voie à d’autres réponses à la question : « Pourquoi des poètes en temps de détresse? »



et toute la langue est étrangère - le projet de Humboldt

September 12, 2016

Denis Thouard

Edition: Encre Marine
Collection: encre marine
ISBN: 978-2350881065

Wilhelm von Humboldt a été à la fois un grand savant, grammairien, linguiste, et un penseur du langage. Sa réflexion s'est inscrite dans le croisement de la diversité des langues explorée sans relâche, de l Amérique à l Asie en passant par l Europe, et de la conviction d une unité du fonctionnement, appréhendable en termes de grammaire. Le livre entend restituer l horizon universel de ce travail en montrant son inscription dans le mode de réflexion de la grammaire générale des Lumières. Il rappelle aussi le travail accompli sur une grande quantité de langues et la rédaction d une trentaine de grammaires. On évoque cet immense chantier proprement linguistique en évoquant le travail sur les langues américaines et en s arrêtant plus particulièrement sur la langue basque, chinoise et égyptienne (incluant la question de l écriture). Enfin, il apparaît que la pratique intensive de la traduction a pu servir de modèle à Humboldt pour articuler cette approche universaliste avec la conscience très poussée de la diversité des langues, jusque dans leurs implications cognitives. Il en ressort une image plus complexe et précise du grand penseur qu était Humboldt. On souligne particulièrement la continuité avec le projet des Lumières et la réalité de son étude empirique des langues du globe.


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© Centre Marc Bloch 2018 - Deutsch-Französisches Forschungszentrum für Sozialwissenschaften, Berlin

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