Arbeitsbereich Ukraine

Mobilities, Migrations, Reconfiguration of Spaces
Seit 2014 hat die ukrainische Krise die politische Entwicklung in Osteuropa wieder ins Blickfeld gerückt. Aufgrund der Realität jenes geräuschlosen Krieges an den Grenzen Europas und der Aussicht auf eine lange Wahlphase in der Ukraine (2019-2020) [...]

[...] muss die Ukraine in die Überlegungen zu den Transformationen der heutigen Welt in den kommenden Jahre aufgenommen werden. Osteuropa ist ein wichtiger Forschungsschwerpunkt des Centre Marc Bloch seit dessen Gründung. Um ihre Komplexität besser zu verstehen, wurden die Besonderheiten der Region durch eine Verknüpfung historischer Ansätze und Arbeiten über die Gegenwart transdisziplinär behandelt. Seit 2015 zeichnet sich ein besonderer Fokus auf die zeitgenössische Ukraine ab. Die Arbeiten des Geographen Denis Eckert, der Politikwissenschaftlerin Irina Mützelburg und der Soziohistorikerin Sophie Lambroschini ermöglichen eine wissenschaftliche Entschlüsselung der sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Spannungen sowie der Transformationsprozesse im ukrainischen Raum. Als Symbol für den Zerfall der aus dem Jahr 1989 entstandenen Welt lenkt die ukrainische Krise auch den Blick auf Herausbildung populistischer, nationalistischer und manchmal autoritärer Kräfte in Europa vor dem Hintergrund sozialer und Identitätskrisen. Die Ukraine-Forschung, in den Forschungsschwerpunkt "Mobilität, Migration und räumliche Neuordnung" integriert, wirft daher Fragen nach den Rekonfigurationen des europäischen Raums im Kontext der Veränderungen von institutionellen Rahmenbedingungen, Grenzen und Menschen auf.

Diese Forschungsprojekte bauen ebenfalls auf frühere Arbeiten und Programme des CMB auf. Hierzu zählen das Projekt Phantomgrenzen in Ostmitteleuropa/ Frontières fantômes en Centre-Orientale unter der Leitung von B. von Hirschhausen von 2011 bis 2017 (https://bit.ly/2QsFDd1) und die der polnisch-ukrainischen Grenze während der Sowjetzeit gewidmeten Arbeiten von C. Gousseff (2015, https://bit.ly/2D2oFyJ).

Sie basieren ebenfalls auf transnationalen wissenschaftlichen Kooperationen.

 Institutionelle Partner in Deutschland und Frankreich

- In Berlin repräsentieren die ForscherInnen des Workshops Ukraine das CMB innerhalb des Netzwerkes Prisma Ukraïna, welches vom Forum Transregionale Studien ausgerichtet wird, und welches die Forschungs- und Bildungseinrichtungen zu Osteuropa für die Region Berlin-Brandenburg vereint [https://bit.ly/2C6d0NO]. Im Rahmen der Initiative Prisma Ukraïna arbeitet der Workshop Ukraine eng mit dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOIS, Berlin), der Europa-Universität der Viadrina (Frankfurt am Main).

- In Paris sind ForscherInnen des Laboratoire Géocités (CNRS), des Institut des Sciences sociales du Politique (ISP) und des CERCEC (Centre d’études des mondes russe, caucasien et centre-européen, EHESS/CNRS) regelmäßige Partner.

Laufende Forschungsprojekte

- Denis Eckert: "L’Ukraine, espace instable de l’Est européen"

- Sophie Lambroschini: "Coopérer ou collaborer à travers les lignes "ennemies : ruptures, continuités et réagencements des réseaux et liens économiques dans la région du conflit en Ukraine orientale."

- Irina Mützelburg: "Apprendre et enseigner des langues étrangères en Ukraine"


Affiliated Institute

© Centre Marc Bloch 2018 - Deutsch-Französisches Forschungszentrum für Sozialwissenschaften, Berlin

© Centre Marc Bloch 2018 - Deutsch-Französisches Forschungszentrum für Sozialwissenschaften, Berlin