Publikationen


Very Discreet Experts: The “International Association of Penal Law” and the Nuremberg Moment"

22.Juli 2020

Guillaume Mouralis

Artikel

Edition: Jus Gentium. Journal of International Legal History Vol. 5, No. 2

JUS GENTIUM Journal of International Legal History is the first dedicated journal in the United States addressing the history of international law. Much current scholarship on the history of international law is preoccupied not with international law, but with international legal doctrine; the doctrinal writings of remarkably few individuals dominate the discourse while the rest remain unseen or overlooked. This journal will encourage further exploration in the archives, for new materials and confirmation of the accuracy of past uses, and welcomes the continued reassessment of international legal history in all of its dimensions.



Herméneutiques contemporaines

22.Juli 2020

Denis Thouard

Monographie
Le Bel Aujourd'hui
Edition: HERMANN
Collection: Le Bel Aujourd'hui

L’herméneutique n’est pas le nom d’une philosophie, mais d’un souci de la compréhension. En montrant, à travers plusieurs positions contemporaines, comment ce souci peut être articulé différemment, ce livre entend contribuer à complexifier l’herméneutique. L’herméneutique est essentielle aux sciences humaines, à la constitution de leur objet comme à leur réflexion. Elle s’attache aux traces, aux signes, à la lecture du monde : avec Carlo Ginzburg par la méthode de l’indice ; pour Josef Simon, en déployant une philosophie du signe ; suivant Hans Blumenberg, en lisant le monde. La compréhension du monde est une subjectivité. Elle se constitue dans le sentiment de soi pour Paul Ricoeur. Elle part en quête des « sources du moi » avec Charles Taylor. Elle est saisie dans le rapport à soi ténu de l’humour par Dieter Henrich.

Pour finir, le livre revient, à propos des « Cahiers noirs » de Martin Heidegger, sur l’héritage politique d’une certaine herméneutique et la nécessité d’opérer des distinctions critiques.



Ordnung durch Sprache. Francophonie zwischen Nationalstaat, Imperium und internationaler Politik, 1860–1960

06.Juli 2020

Silke Mende

Edition: De Gruyter Oldenbourg
Collection: Studien zur Internationalen Geschichte, 47
ISBN: 978-3-11-065236-9

Mit dem Begriff „Francophonie“ wird meist die Sprachpolitik Frankreichs ab den 1960er Jahren assoziiert. Ihre eigentliche Prägekraft als politisches Projekt entfaltete sie jedoch vom letzten Drittel des 19. Jahrhunderts bis zur Dekolonisierung. Sprache und Sprachpolitik waren zum einen ein sensibler Seismograph französischen Selbstverständnisses. Zum anderen wurden sie zu einem politisch-kulturellen Ordnungsinstrument, das auf die Etablierung und Verbreitung von Normen und Vorstellungen sowie die Herstellung gesellschaftlicher Integration und politischer Kohäsion zielte. Von Beginn an war es in gleichem Maße nach innen wie nach außen gerichtet.
Das Buch untersucht die Genese und Weiterentwicklung der Francophonie, nimmt ihre zentralen Akteure, Ideen und Praktiken in den Blick und untersucht ihre konkrete Ausgestaltung. Im Zentrum steht das komplexe Wechselspiel zwischen dem französischem Nationalstaat, seinem Imperium und der internationalen Politik. Damit werden diese häufig getrennt voneinander behandelten Dimensionen französischer Geschichte konsequent aufeinander bezogen. Zugleich wird der anglophone Schwerpunkt der Imperial- und Globalgeschichte um einen zentralen Aspekt des „French Imperial Nation-State“ ergänzt.


Ordnung durch Sprache
Francophonie zwischen Nationalstaat, Imperium und internationaler Politik, 1860–1960

Reihe: Studien zur Internationalen Geschichte, 47
De Gruyter Oldenbourg | 2020
DOI: https://doi.org/10.1515/9783110656305


Silke Mende ist Neuzeithistorikerin mit einem Schwerpunkt in der gegenwartsnahen Zeitgeschichte. Seit dem 1. Oktober 2019 ist sie stellvertretende Direktorin am Centre Marc Bloch.



A Climate for Change in the UNSC? Member States’ Approaches to the Climate-Security Nexus. Policy Brief 05|20

22.Juni 2020

Judith Nora Hardt

Edition: Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg

Deutsch

Neuer IFSH Policy Brief: A Climate for Change in the UNSC? Member States’ Approaches to the Climate-Security Nexus

22.06.2020

Inwieweit nehmen die 15 derzeitigen Mitgliedstaaten des UN-Sicherheitsrates den Klimawandel als Bedrohung für ihre eigene und die internationale Sicherheit war? Inwiefern integrieren sie den Klimawandel-Sicherheits-Nexus, also die vielfältigen Sicherheitsbedrohungen, die vom Klimawandel ausgehen, in ihre Innen- und Außenpolitik sowie in ihre Position, die sie in den Vereinten Nationen vertreten? Im neuen IFSH Research Report stellen Dr. Judith Nora Hardt und Alina Viehoff bedeutende Forschungsergebnisse zu diesen Fragen vor. Die Analyse wurde mit Unterstützung eines großen internationalen und interdisziplinären Wissenschaftsnetzwerkes in dem Zeitraum von Dezember 2019 bis April 2020 erarbeitet und legt den Fokus auf traditionelle Sicherheitsakteure, aber auch auf andere staatliche Akteure und schließt ein breites Sicherheitsverständnis ein.

Der vorliegende Forschungsbericht von Dr. Judith Nora Hardt und Alina Viehoff ist der erste, der sich systematisch mit oben genannten Fragen auseinandersetzt. Dabei legt er einen besonderen Schwerpunkt auf die Beziehungen zwischen nationaler und internationaler Sicherheit, indem der Bericht die nationalen Politiken der 15 Mitgliedstaaten des UN-Sicherheitsrat – dem einzigen internationalen Organ mit einem Mandat zur Aufrechterhaltung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit – ins Zentrum der Aufmerksamkeit rückt. Die Studie enthält die detaillierten Forschungsergebnisse, die bereits als Grundlage für den IFSH Policy Brief #5 „A Climate for Change in the UNSC? Member States’ Approaches to the Climate-Security Nexus“ dienten, der kurz zuvor erschienen ist.

Die beiden Autorinnen sehen es als essentiell an, dass der Sicherheitsrat die wechselseitigen Beziehungen von Klimawandel und Sicherheit und die unterschiedlichen Auswirkungen, die sich aus diesen Zusammenhang ergeben, anerkennt. Dabei wird die Notwendigkeit eines institutionellen Wandels des Sicherheitsrates hervorgehoben, der insbesondere durch den Einbezug von wissenschaftlicher Expertise fundiert und multilateral gestützt sein sollte. Zudem empfehlen sie, die traditionelle Sicherheitspolitik, die sich zumeist auf Sicherheit im engeren und traditionellen Sinne bezieht, um sozio-ökologische Aspekte, wie z.B. extreme Wettereignisse und existentielle Bedrohungen für Inselstaaten und zukünftige Generationen, zu erweitern.

Der Research Report entstand im Rahmen des Projektes „The role of climate change in security conceptions and perceptions of the UNSC member states“, das durch das Auswärtige Amt gefördert wurde. Das Projekt war eine Kooperation zwischen dem Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH) und der Forschungsgruppe Klimawandel und

Englisch

New IFSH Policy Brief: A Climate for Change in the UNSC? Member States’ Approaches to the Climate-Security Nexus

22.06.2020

Dr. Judith Nora Hardt

Traditional security actors and institutions facing complex socio-ecological dynamics stand on the brink of change. How do the 15 current UN Security Council member states approach the connections between climate change and security? In the new IFSH Policy Brief, Dr. Judith Nora Hardt presents the research results of the project "Climate Change and Security in the UN Security Council" [v2] (CLSEC UNSC) on this question. The results illustrate how essential it is for the Security Council to recognize the interrelations of climate and security and their multiple effects. The policy brief emphasizes the urgent need for institutional, multilateral and scientifically-informed change to ensure international peace and security.

The detailed research results will be published in the upcoming IFSH Research Report #5 "A Climate for Change in the UNSC? Member States' Approaches to the Climate-Security Nexus"


 [v1]Link zur Homepage: https://ifsh.de/forschung/klimaforschung/klimawandel-und-sicherheit-im-un-sicherheitsrat

 [v2]Link zur Homepage: https://ifsh.de/en/research/climate-research/climate-change-and-security-in-the-un-security-council



Pour une hybridation entre arts et sciences sociales

29.Mai 2020

Boris Gresillon

Essay aus Sammelband
Art
Edition: CNRS Éditions
Collection: Art
ISBN: EAN électronique : 9782271135469

Ce livre part d’un double constat : les chercheurs en sciences sociales comme les créateurs peinent de plus en plus à saisir et à déchiffrer le monde contemporain dans sa globalité. Le renouvellement de leurs concepts, de leurs méthodes et de leurs pratiques ne suffit plus à assurer leur pérennité. Face à cette impasse, Boris Grésillon propose une piste originale : et si la rencontre, l’entrelacement voire l’hybridation des sciences sociales et des arts leur permettaient de dépasser leurs limites et d’échafauder ensemble de nouveaux protocoles de travail, d’imaginer d’autres problématiques, d’inventer un langage commun ? Et si le pas de deux des arts et des sciences s’avérait scientifiquement fécond ? L’auteur explore cette hypothèse et la soumet à un examen théorique, pratique et opérationnel. Il en ressort un essai foisonnant, basé sur un corpus renouvelé autant que sur des récits concrets de rencontres fructueuses entre artistes et chercheurs. 

L'auteur : Boris Grésillon

Boris Grésillon est géographe de l’art et chercheur en sciences sociales, professeur à l’université Aix-Marseille. Il a déjà publié, sur des thèmes voisins, Berlin, métropole culturelle (Belin, 2002) et Géographie de l’art (Economica, 2014). 



Transnational Policy Entrepreneurs. Bureaucratic Influence and Knowledge Circulation in Global Cooperation

18.Mai 2020

Ulrike Zeigermann

Edition: Palgrave Macmillan, Cham
ISBN: 978-3-030-44892-9

This book explains how transnational policy entrepreneurs have contributed to the transfer of the contested concept of ‘Policy Coherence for Sustainable Development’ (PCSD) in global policy. 

Tracing the processes by which the PCSD concept has been diffused in an international epistemic community linked to the EU and the OECD, the book offers new insights on international public administrations’ influence on global decision-making. It highlights the dynamic and multi-directional character of knowledge circulation in policy transfer. Drawing on case studies from France, the United Kingdom and Germany, the book contributes to current debates on sustainable development, revealing the role of actors and the logics behind ‘policy coherence’. Thus, it allows to understand the challenges involved in implementing SDG 17. 

Given its scope, the book will be of considerable interest to academic audiences and students of international relations and policy analysis, as well as practitioners and public officials whose work involves global sustainability policy. 

Ulrike Zeigermann is a postdoctoral researcher and lecturer at the Department of Political Science and Sustainable Development at the Otto von Guericke University Magdeburg, Germany, and an associated researcher at the Marc Bloch Centre. 



Crimes. Droit de la guerre, transgressions et procès

24.März 2020

Guillaume Mouralis , Direction: Hervé DREVILLON & André LOEZ

Essay aus Sammelband

Edition: Passés / Composés
ISBN: 978-2-3793-3248-7

Guillaume Mouralis, "Crimes. Droit de la guerre, transgressions et procès", in André Loez, dir., Mondes en guerre. Tome III: Guerres mondiales et impériales. 1870-1945, Paris, Berlin & Passés Composés, p. 671-701 (+ illustrations et notes).

Mondes en guerre - Tome III

Guerres mondiales et impériales. 1870-1945

Explorer la diversité des pratiques guerrières sur tous les continents depuis la préhistoire jusqu’à nos jours, telle est l’ambition des Mondes en guerre. Dès l’Antiquité, objet du premier volume, la formation d’empires alimenta un vaste processus de confrontations et d’échanges militaires, avant que l’ère des Grandes Découvertes, au départ du second volume, ne déclenche l’intégration de tous les continents dans un espace martial unifié.

Ce troisième tome explore les guerres mondiales et impériales entre 1870 et 1945, séquence historique où la puissance nouvelle des armes industrielles marque tant d’espaces, de l’Afrique colonisée aux tranchées de la Somme, des steppes de Russie aux immensités du Pacifique. À travers une analyse sur la longue durée d’une période marquée par la sujétion du globe aux grandes puissances militaires, et par une approche thématique – les combattants, les armes, les empires, les mobilisations, les refus ou encore les crimes de guerre –, les auteurs, sous la direction d’André Loez, mêlent histoire au ras du sol, donnant leur place à tous les acteurs ordinaires, et questionnement global sur l’importance des guerres pour les sociétés qui les traversent. Texte, iconographie et cartes inédites permettent ainsi de saisir, dans leur diversité, les expériences humaines de la guerre dans le monde.



Europa. Die Gegenwart unserer Geschichte

01.Februar 2020

Etienne Francois, Thomas Serrier (edd.)

Edition: wbg Theiss
ISBN: 978-3-8062-4021-4

Jakob Vogel, Mitherausgeber des dritten Bandes.

Was macht Europa aus?

Europa ist ein grandios reicher Kulturraum mit einer überwältigend vielfältigen Geschichte. Seit Ende des 15 Jh.s haben die Europäer begonnen, die Welt zu entdecken, sie zu unterwerfen und auszubeuten. In der Welt wird Europa vielfach bewundert, selbst fühlt es sich in einer Krise - all das ist Europa.

Was Europa ausmacht, das analysieren und beschreiben über 100 Weltbürger: Historiker und Intellektuelle aus Frankreich und Deutschland, Italien, England, aber auch aus den USA, Indien oder Japan. Entstanden ist eine unvergleichliche Geschichte Europas, ein Riesenmosaik der Erinnerungsorte, von der Nymphe Europa bis Tschernobyl, vom Hadrianswall bis zur Berliner Mauer, von der Kalaschnikow bis zum VW-Käfer, von Demokratie bis Holocaust.

  • Drei umfangreiche Bände im Schuber - eine große Reise durch Völkerkunde, Archäologie, Religion, Politik, Kunst und Küche Europas
  • Die Geschichte unserer Gegenwart: vom Spanischen Bürgerkrieg bis zum Nationalsozialismus, von Caesar bis Stalin, von Rom bis Berlin
  • Vielfalt und Widersprüche: was uns eint und was uns trennt
  • Europa und die Welt: globale Verflechtungen, Einflüsse und Austausch

Der Leser wird mitgenommen auf eine Reise durch Völkerkunde und Archäologie, durch Religion und Politik, durch Volkswirtschaft, Kunst und Kochkunst. Noch nie wurde Europa einer solch umfassenden Befragung unterzogen wie in diesem Großwerk. Was macht Europa aus? Hier finden Sie die Antwort.



30 | 2019 Histoire et philosophie de la psychiatrie au XXe siècle : regards croisés franco-allemands

16.Januar 2020

Emmanuel Delille , Elisabetta Basso

Sammelband
Revue Germanique Internationale
Edition: CNRS EDITIONS
Collection: Revue Germanique Internationale
ISBN: ISBN 978-2-271-13065-5

Le présent numéro a l’ambition d’explorer de manière systématique l’histoire franco-allemande de la psychiatrie, en soulignant que les traditions nationales partagent une histoire commune. Il favorise l’histoire du dialogue franco-allemand dans le champ de la santé mentale, en soumettant à la réflexion de véritables cas d’étude : la psychiatrie militaire durant la Première Guerre mondiale, la psychiatrie strasbourgeoise sous l’administration allemande, l’émergence de catégories nosographiques (la paranoïa, le trouble post-traumatique), la question du placement familial, le parcours intellectuel de Jean Oury, la réception française du test de Rorschach et de la psychopathologie phénoménologique germanophone à partir des années 1920, aussi bien que le débat autour du domaine de la psychiatrie sociale. Les contributions interrogent non seulement les divers contextes culturels de ces échanges, les enjeux intellectuels et les matériaux qui, de manière parfois contingente, en ont déterminé l’histoire, mais aussi les sources et les fondements plus spécifiquement théoriques qui ont rendu possible, sur le terrain de la psychiatrie, le transfert de méthodes, de pratiques et aussi de techniques aux XIXe et XXe siècles entre la France et l’Allemagne. Exploration de la manière dont les idées circulent et sont réappropriées entre ces frontières à partir de la rencontre de figures intellectuelles, d’emprunts d’une science à une autre, des controverses qu’ils suscitent : ce dossier reflète finalement ce mouvement des acteurs, débats et savoirs d’un pays à l’autre, en se concentrant sur les conséquences de ces croisements et les éléments d’originalité qui en ressortent. Le dossier est complété par la publication de la correspondance inédite entre Gaston Bachelard et Ludwig Binswanger (1948-1955).